Private Krankenversicherung im Mutterschutz zu teuer? – private Krankenversicherung | Honorarberatung | unabhängiger Versicherungmakler
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Welche Kosten kommen in der privaten Krankenversicherung auf werdende Eltern zu?

Insbesondere Frauen fürchten eine finanzielle Mehrbelastung durch die PKV während Schwangerschaft und Elternzeit. 

Zunächst einmal ist es so, dass PKV-Versicherte auch während der Zeit des Mutterschutzes und der Elternzeit weiter Beiträge entrichten müssen. In der Zeit, in der dabei nicht gearbeitet wird, entfällt darüber hinaus der Zuschuss des Arbeitgebers, da das Arbeitsverhältnis in dieser Zeit ruht. Die finanziellen Belastungen sind also höher als normal. 

Sind jetzt GKV-Versicherte in dieser Zeit grundsätzlich besser gestellt? Hier lohnt sich der Blick ins Detail. Als freiwillig versichertes Mitglied in der GKV gilt nämlich nicht automatisch eine Beitragsbefreiung. Nur wenn der Partner in der GKV versichert ist und Anspruch auf Familienversicherung besteht, entfallen die Beiträge auch für freiwillig Versicherte. Ist der Partner privat versichert oder hat keinen eigenen Anspruch auf eine GKV, müssen Gutverdiener in der GKV während Mutterschutz und Elternzeit ebenfalls Beiträge entrichten. 

Die Beiträge richten sich nach dem Familieneinkommen, welches addiert und anschließend durch zwei geteilt wird. Dieser Betrag wird mit dem aktuellen GKV Satz multipliziert und ergibt dann den zu zahlenden Beitrag. Somit unterscheiden sich PKV und GKV für besser verdienende Angestellte kaum. 

Selbständige zahlen ihren Beitrag ohnehin alleine und bei Beamten greift die Beihilfe auch für Kinder und Ehepartner, wobei diese für das beihilfeberechtigte Elternteil ab 2 Kindern von 50% auf 70% ansteigt und Kinder generell 80% Beihilfe erhalten.

Wenn überhaupt trifft es also vor allem höher verdienende Angestellte finanziell, was die pauschale Argumentation gegen die PKV wiederum abschwächt. Wie schon zuvor sollte erst einmal die persönliche Situation besprochen werden, um zu einem aussagekräftigen Ergebnis zu kommen.

Der Ehepartner muss also mit ins Boot und es sollte vorab geklärt werden, wer wann in Elternzeit geht, wie sich das Einkommen aufteilt und ab wann ggf. wieder mit zwei vollen Einkommen zu rechnen ist. 

Auch die erheblichen Mehrleistungen in der PKV für Schwangere bezgl. Vorsorgeuntersuchungen und die Möglichkeit Kinder innerhalb von 2 Monaten ab Geburt ungeachtet des Gesundheitszustandes ohne Einschränkungen privat versichern zu können, sollten bei der Entscheidung berücksichtigt werden. 

Marcus Knispel

Als Experte für alle Fragen rund um die private Krankenversicherung unterstütze ich seit mittlerweile 20 Jahren Angestellte und Unternehmer dabei, eine passende Lösung für ihre persönliche Situation zu finden. Mehr Infos über mich findest Du auf meinen Profilen in den sozialen Netzwerken.